Psychologie und Weltanschauung

Auszug aus dem Kongressband zum 18. Kongress der Zürcher Schule für Psychotherapie
(12. – 25. Juli 1980)

Vorwort

Ausser den Arbeitstagungen führt die Psychologische Lehr- und Beratungsstelle Zürich seit Jahrzehnten zweimal im Jahr einen Kongress durch. Während vierzehn Tagen besprechen mehr als tausend Teilnehmer jeweils am Abend die verschiedensten Aspekte des jeweiligen Kongressthemas. Während des Tages finden Einzel- und Gruppengespräche statt, in denen die Teilnehmer Gelegenheit haben, ihre persönlichen Schwierigkeiten zu besprechen. Der Kongress bietet dem Fachmann und dem psychologisch interessierten Laien eine intensive Schulung.

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"Du bist kein Engel, Angela”

Ein psychologischer Roman zur Entstehung und Überwindung von Eifersucht von Walter Alvarez Keller

Buch Du bist kein Engel klein

Mit ausgesprochen psychologischem Einfühlungsvermögen hat sich W. A. Keller an ein sehr häufiges, aber leider wenig diskutiertes Problem herangewagt: Die Eifersucht. Es wird gekonnt dargestellt, wie Eifersucht als eine Charaktereigenschaft entstehen kann und wie sie sich wie ein roter Faden im Leben immer wieder bemerkbar macht, auch dann, wenn daraus nur Nachteile für die Person entstehen.

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Buchempfehlung: Helen Keller «Teacher»

Meine Lehrerin Anne Sullivan Macy

Buch Teacher Helen Keller

Teacher ist das persönlichste Buch der taubblinden Schriftstellerin Helen Keller, in dem sie über das Leben und die Erziehungsarbeit ihrer Lehrerin Anne Sullivan berichtet – und zugleich über ihre eigenen Erlebnisse und ihre Entwicklung an der Seite dieser Persönlichkeit. So gibt dieses Buch auch einen eindrucksvollen Einblick in Leben und Werk Helen Kellers.

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Das allerbeste Apfelmus

Wie aus der verwöhnt-verzärtelten Elizabeth-Ann ein mutiges Mädchen wird, das sein Leben in die eigenen Hände nimmt.

von Dorothy Canfield Fisher (1916)

Buch Apfelmus Cover gut alt
„Das allerbeste Apfelmus“ ist eine gefühlvoll und sehr nachvollziehbar geschriebene Geschichte über die Überwindung der Folgen von Verwöhnung, welche die Zuversicht vermittelt, das Leben mutig anzupacken.

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Buchempfehlung: Entwicklungswunder Mensch

 Ein zu Unrecht vergessenes Plädoyer der Menschlichkeit

Rezension von Moritz Nestor

Entwicklungswunder Mensch
Der vordere Buchdeckel des Buches «Entwicklungswunder Mensch» von Hans-Dieter Schmidt und Evelyn Richter (1980) zeigt in A4-Format das Foto der zärtlichen Hand einer Mutter, um deren kleinen Finger sich das Fäustchen ihres wenige Monate alten geliebten Kindes ballt. Keine Schrift verstellt das Bild. Die eigentümliche Aussagekraft, die grobkörnigen Schwarzweiss-Fotos innewohnt, wirkt unmittelbar auf die Seele des Lesers. Könnte es ein schöneres Symbol geben für das Urmenschliche, das dieses Bild zeigt? Ein Kind und seine Mutter, ich und du.

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Hannah Green «Ich hab dir nie einen Rosengarten versprochen» – Bericht einer Heilung

Eines der wichtigen Dokumente, die belegen, dass Schizophrenie heilbar ist

Buch Rosengarten versprochen
Die Flucht vor der Realität, vor Krankheit und familiärer Isolation endet für die sechzehnjährige Deborah in der geschlossenen Abteilung einer Psychiatrie. Befund: Schizophrenie. Unter dem Pseudonym Hannah Green schildert die Autorin in diesem ermutigenden autobiographischen Roman den mühsamen Kampf des Mädchens um ihre Heilung. Sie gewährt einen Blick in die Alptraumwelt psychotischen Fühlens, in die fragmentarischen Beziehungen, aber auch in die Solidarität unter den Kranken. Sicher wägt sie die Argumente für ein Leben in unserer unvollkommenen Realität ab gegen die Argumente für einen Rückzug in die Sicherheit der Krankheit. Die Heilung schließlich ist überzeugend. Mit ihr wird die Krankheit nicht zu einem Stück abgelehnter Vergangenheit, sondern nachträglich akzeptierter persönlicher Geschichte. Deborah ist gesund, als sie wieder bereit ist, den Herausforderungen der Realität standzuhalten.

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Frieda Fromm-Reichmann: Intensive Psychotherapie. Grundzüge und Technik.

Buch Intensive Psychotherapie

Frieda Fromm-Reichmann emigrierte, wie viele andere Analytikerinnen und Analytiker in der Hitler-Zeit in die Vereinigten Staaten von Amerika. Sie arbeitete fast 15 Jahre am Chestnut-Lodge-Sanatorium und lehrte an der Washington School of Psychiatry, am psychoanalytischen Institut in Washington-Baltimore, sowie am William Alanson White-Institute für Psychiatrie in New York. Sie stützt sich hauptsächlich auf die Psychoanalyse Sigmund Freuds, sowie auf die interpersonelle Theorie Harry Stack Sullivans, einem der sogenannten Neoanalytiker. Dabei hat sie nicht nur einen Zugang zu neurotischen, sondern auch zu psychotischen Patienten gesucht und oft gefunden. Das vielleicht aufschlussreichste Denkmal hat ihr eine Patientin in Romanform gesetzt ("Ich hab' dir nie einen Rosengarten versprochen")

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Geleitwort zu "Psychosomatische Medizin heute"*

Eine Einführung in die seelischen Ursachen des körperlichen Krankseins

Von Friedrich Liebling**, 1964

Buch Rattner 2 Psychsomatische
Die Medizin ist in ein entscheidendes Stadium ihrer Entwicklung eingetreten. Unter dem Einfluss der tiefenpsychologischen Forschung beginnen wir zu erkennen, dass Kranksein nicht nur ein körperlicher, sondern auch ein seelischer Prozess ist. Damit wird die einseitige naturwissenschaftliche Orientierung verlassen, die zwar durch grosse Erfolge gekrönt wurde, aber im Grunde ein recht enges Konzept der Krankheit besass: Ihr Interesse galt hauptsächlich dem kranken Organ, nicht aber dem kranken Menschen.

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Geleitwort zum Buch Grosse Pädagogen

von Friedrich Liebling

Buch Grosse Pädagogen Rattner
Josef Rattner: Grosse Pädagogen. Geleitwort von Friedrich Liebling (Zürich 1956). München: Ernst Reinhardt

Friedrich Liebling, einer der grossen Psychologen und Pädagogen des 20. Jahrhunderts, legt dieses Buch mit folgendem Schlusswort in unser aller Hände:

« Der große Vorzug dieses Buches besteht darin, daß es in konzcntrierter Form die Gedankenwelt der hervorragendsten pädagogischen Schriftsteller zur Darstellung bringt: Ein lobens- und dankenswertes Unternehmen, das vor allem diejenigen zu schätzen wissen werden, denen es nicht möglich ist, die umfangreichen Werke dieser Autoren selbst zu lesen; viele aber werden durch die vorliegenden Essays zu einem vertieften Studium der Klassiker der Pädagogik angeregt werden. Das Buch gehört in die Hände aller, die an den Problemen der Erziehung Anteil nehmen»

Erziehung, Psychologie, Vererbung

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Buchempfehlung: «Den kranken Menschen verstehen»

Für eine Medizin der Zuwendung

von Dr. med. Sabine Vuilleumier-Koch

Nach all seinen medizinkritischen Büchern der letzten Jahre legt Giovanni Maio mit seinem neuesten Werk ein «Ermutigungsbuch» vor. Als Philosoph und Arzt mit langjähriger klinischer Erfahrung ist es ihm ein grosses Anliegen, Patienten Zuversicht zu vermitteln und allen, die in den ambulanten und stationären Einrichtungen tagtäglich ihren Dienst am Menschen verrichten, Mut zu machen, bei ihrer Sache zu bleiben und sich ihre inneren Werte nicht durch die Ökonomisierung und eine einseitig technisch-naturwissenschaftliche Medizin rauben zu lassen. Für seine Darlegungen hat Maio eine allgemeinverständliche Sprache gewählt.

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What matters in raising children Dealing with the children’s needs

by Dr Anita Schächter

Which parental concern is greater than the concern for the child to find his way in life? Parents find fulfilment in watching their child making friends, enjoying school, being able to empathize with others, being helpful, and being able to handle both his feelings and defeat. Briefly – to be emotionally competent. How can I introduce my child into life so that he fulfils his tasks in life?

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The comprehensive education of his students is the teacher’s task

“A well-functioning and well-instructed classroom community is of crucial importance”

by Dr phil Alfred Burger, Headmaster

It often happens in our school that very interesting children are registered who have failed in school in spite of their high intelligence. In most cases they come to us with a long history of “clearing-ups” and diagnoses, which are not helpful, though. Instead of blaming the genes or looking for other speculative conditions as a cause for the problems, one should come back to and draw on the well-proven insights of pedagogy which are based on sound anthropology, i.e. a personalist view of the human being.

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Strengthening the family

by Erika Vögeli

In all cultures, it is the family that represents the basis and heart of human community. As a social being, man depends on solid human relationships for his entire physical, spiritual and intellectual development. In the ‘social womb’ of the family (Albert Portmann), being the very first human community, the child experiences the emotional support which is a fundamental influence to the development of his entire personality. The family is seen as the natural social entity, anthropologically as well as psychologically, which can provide for the development of the human being best.

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The power of empathy leading the way

Impact of positive and negative expectations on the development of children

by Corinna Schmied, psychologist and remedial teacher, and Dipl paed lic phil Renate Caesar

Teachers, parents or other people in the children’s environment often approach the child with certain assumptions, theories or beliefs. Every expectation, whether conscious or unconscious, has implications for the child’s further development, and may bear fruit either in the negative or in the positive way. Therein lie both a great responsibility and at the same time a great opportunity.

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From the personalist view of the human being to the psychiatrization of child behaviour

Ever new educational reforms lead to an increase of learning difficulties and mental disorders in children

by Dr Andreas Bau, Hackborn

cc. To understand, assess and be able to classify current events and developments, we need to be capable of surveying social, economic and political developments over a long period and with a keen mind and to assess them with reference to their humaneness. The resulting insights can point the way ahead and will serve the good of all. This also applies to the fields of education and medicine (social sciences), as the following article most impressively illustrates.

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The Human Being – A Miracle of Development

An unjustly forgotten plea for humanity

by Moritz Nestor

Entwicklungswunder Mensch

The front cover of the book “Entwicklungswunder Mensch” (The Human Being – A Miracle of Development) by Hans-Dieter Schmidt and Evelyn Richter (1980) shows in A4 format the photo of a mother’s tender hand, around whose little finger clenches the little fist of her a few months old beloved child. No font disrupts the image. The peculiar meaning, inherent in coarse-grained black-and-white photos, directly affects the reader’s soul. Could there be a more beautiful symbol for the essentially human which is shown in this photo? A child and his mother, me and you. The primal scene of human life: the motherly love life begins with. The eternal in mankind’s history: “A new light is lit, a star that will perhaps burn in an unusually beautiful way ... A new being ... kisses the earth ...” (p. 5).

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Beiträge

Nachrichten der Beratungsstelle für Lebensfragen

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