Falsch verstandene Bedürfnisbefriedigung

Beispiele aus der Praxis eines Kinderarztes

von Dr. Andreas Bau, Kinderarzt

Um allen Missverständnissen vorzubeugen, muss man deutlich unterscheiden zwischen den Bedürfnissen eines Kindes, die unbedingt erfüllt werden sollten, und solchen, die keiner oder erst nach reiflicher Überlegung einer Erfüllung bedürfen. Die Frage sollte immer unter dem Gesichtspunkt beleuchtet werden, was der gesunden seelischen Entwicklung eines Kindes förderlich ist.

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Worauf es ankommt in der Erziehung

Umgang mit den Bedürfnissen der Kinder

von Dr. Anita Schächter

Welche Sorge von Eltern ist grösser als die Sorge, dass das Kind seinen Weg im Leben findet. Es ist eine Erfüllung für Eltern zu sehen, dass ihr Kind Freunde findet, Freude hat an der Schule, sich in andere einzufühlen vermag, hilfsbereit ist, mit seinen Gefühlen, mit Niederlagen gut umzugehen vermag. Kurz, emotional kompetent ist. 

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Wie wir fühlen, wie wir denken und wie wir handeln entsteht in der Erziehung.

Das Hirn ist plastisch und erlaubt eine Wandlung im Fühlen, Denken und Handeln

Von Fiorenza Piraccini, Psychologin M. Sc.

Fiorenza Piraccini 2

Was haben unsere Gefühle von heute mit unserer Erziehung von früher zu tun? Warum denken viele Menschen, dass sie nur bestimmte Dinge lernen können und für andere zu dumm sind? Woher kommt meine Meinung über mich selber - was ich mir zutraue und was nicht,  für wie intelligent, interessant oder liebenswert ich mich halte?

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Säuglinge in Kinderkrippen – Ein interessanter Briefwechsel mit einer Mutter

In Europa bringen immer mehr Mütter ihre Kinder bereits ab dem zweiten oder dritten Monat in Kinderkrippen. In der Schweiz stellt man einen Run auf Krippenplätze fest. Aus diesem Anlass haben wir vor einiger Zeit die Forschungen von Professor Zdenek Matejcek auf unserem Internetportal seniora.org vorgestellt: “Kinder ohne Liebe“** und „Betreuen der Kleinkinder zwischen Familie und Staat“. Daraufhin erhielten wir das engagierte Schreiben einer Mutter, das wir für so wesentlich erachten, dass wir es hier, zusammen mit unserer Antwort, veröffentlichen:

Sehr geehrter Herr Wahl

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„Viele Kinder von heute werden totale Narzissten“

Immer mehr Eltern versagen kläglich, wenn es darum geht, den Nachwuchs zu erziehen, sagt die Kinder- und Jugendtherapeutin Martina Leibovici-Mühlberger. Das wird gravierende Folgen für das spätere Zusammenleben und die zukünftige Gesellschaft haben.

20.04.2016, von Katrin Hummel

Frau Leibovici-Mühlberger, Sie schreiben in Ihrem Buch, früher seien drei bis vier Kinder in einer Schulklasse seltsam gewesen, heute seien hingegen nur noch drei bis vier Kinder normal.

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Kinder brauchen Beziehung – Ritalin ist keine Lösung

von Dr. phil. Judith Barben, Psychologin und Lehrerin (Baden), und lic. phil. Nadia Müller, Psychologin (Aadorf)

Seit einiger Zeit tauchen die Begriffe «Hyperaktivität», «ADS» und «ADHS» überall auf. Was bedeuten sie? Helfen sie weiter? «ADHS» ist die Abkürzung für «Aufmerksamkeitsdefizitstörung mit Hyperaktivität», «ADS» für «Aufmerksamkeitsdefizitstörung ohne Hyperaktivität». Früher verwendete man die Begriffe POS (Kindliches psychoorganisches Syndrom) oder MCD (Minimale cerebrale Dysfunktion). All diesen Begriffen liegt ein biologisches Persönlichkeitsmodell zugrunde, nämlich die Vorstellung, dass Kinder, die Mühe haben, sich zu konzentrieren, die unruhig, aggressiv oder impulsiv sind und mit ihren Mitmenschen häufig in Konflikte geraten, eine hirnorganische Störung hätten.

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Über die Bedeutung der Erziehung

von Dieter Sprock

Um die Frage der Kindererziehung ist es still geworden. Das Thema ist aus den Schlagzeilen verschwunden und scheint auch bei vielen Eltern heute nur wenig Aufmerksamkeit zu finden. Man könnte meinen, das Wissen um die Bedeutung der Erziehung sei in Vergessenheit geraten. Im Alltag begegnen wir Eltern, welche die natürlich gegebene Ordnung auf den Kopf stellen. Sie sind unaufhörlich darum bemüht, ihren Kindern alles recht zu machen und ihnen jeden Wunsch von den Lippen abzulesen. Sie richten sich auf die Kinder aus und überlassen ihnen die Führung.

Erziehung

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«Psychologische Menschenkenntnis», das Publikationsorgan der 'Zürcher Schule'

Friedrich Liebling lehrte in Zürich von 1952 bis Februar 1982. Seine Seminare besuchten schließlich mehrere tausend Menschen aus dem In- und Ausland; die Adressenkartei soll um 5.000 Personen umfasst haben. Um die Lehre großflächiger zu verbreiten erschien ab 1964 die Zeitschrift „Psychologische Menschenkenntnis“. Ihr war regelmäßig folgender Text vorangestellt, der in aller Kürze wesentliche Grundlagen der Arbeitsweise der Zürcher Schule allgemeinverständlich zusammenfasste. Friedrich Liebling starb im Februar 1982. Die Zeitschrift wurde von einigen seiner Schüler bis zum Ende der 1980-er Jahre weiter herausgegeben. Ab Januar 1986 wurde der genannte einleitende Text in den Heften nicht mehr abgedruckt.

Friedrich Liebling ist ein Experiment auf dem Gebiete der Psychologie gelungen, das erstmals auf naturwissenschaftlichem Boden steht. In seiner induktiv-deduktiven Arbeitsweise ging er weit über die Anfänge (Freud, Adler, Jung u.a.) hinaus. Zur Frage über den grossen Erfolg der ‘Zürcher Schule’ sagte er einmal (Auszug aus einem Votum an einem Seminar):

«Der Mensch, der zu uns kommt, der Mensch, der Schwierigkeiten hat in seinem Leben, mit seiner Frau, mit seinem Mann, seinem Kind, seinem Nachbarn, seinem Chef oder seinem Untergebenen, der Mensch, der beim Lernen Probleme hat, oder sonst in seinem Leben nicht zurecht kommt, der ist bei uns kein Fall, kein Patient und kein Klient. Er ist auch nicht krank. Nein, er ist in seiner Kindheit falsch informiert worden.

Und was wir machen? Wir informieren ihn richtig. Das heisst, wir erklären ihm die Grundlagen der modernen Psychologie. Er erforscht seine Lebensgeschichte, erkennt, wie er geworden ist, welche Meinungen er über das Leben, den Mitmenschen und sich hat. Indem wir ihm die Natur des Menschen erklären, beginnt er selbst zu experimentieren.»

Um unsere Leser mit dem wissenschaftlichen Niveau der Arbeit der Zürcher Schule vertraut zu machen veröffentlichen wir hier die ursprüngliche Einleitung der psychologisch herausragenden Publikation und stellen in Zukunft weitere Texte daraus an dieser Stelle zur Verfügung!

Das nachstehende Vorwort, das jedem Heft vorangestellt war, ist heute aktueller denn je:

"Im unaufhaltsamen Siegeszug der Naturwissenschaften hat sich der Mensch immer wirksamere Werkzeuge geschaffen, mit denen er sich sein Leben zu erleichtern und besser zu gestalten vermag. Aber der heute noch überall vorwiegende Mangel an sachlich fundierter Menschenkenntnis stellt den gewaltigen Fortschritt immer wieder in Frage. Neben bewundernswerter technischer Perfektion finden wir das Zusammenleben der Menschen nach wie vor beherrscht vom Dunkel mystifizierender Spekulation und von sozialem Schwachsinn. Trotz aller oberflächlichen Publizität, welche heute auch der Psychologie zukommt, hat die moderne psychologische Aufklärung die allermeisten Menschen noch nicht erreicht.

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Tiefenpsychologische Menschenkenntnis

Friedrich Liebling, Zürich

Die traditionellen Theorien der Menschenkenntnis stimmen im wesentlichen darin überein, daß sie den Menschen von außen her, gleichsam schematisch, zu beurteilen versuchen: Ein mehr oder minder genaues Einteilungsprinzip wird an den Menschen herangetragen, mit der Hoffnung, die Fremdpersönlichkeit innerhalb einer Kategorie einfangen zu können. Aus dem Teil wird ziemlich phantasiereich auf das Ganze geschlossen; bevorzugte Reaktionsweisen, Äußerlichkeiten wie Gestalt oder Gesichtsform, Ergebnis eines Tests usw. - aus all dem soll ein Einblick in die Seele des Mitmenschen gewonnen werden, und man gibt sich der Illusion hin, daß ein statistisch unterbautes Schema ermöglichen könnte, mit meßbaren Größen zu arbeiten.

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Beiträge

Nachrichten der Beratungsstelle für Lebensfragen

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